Viele hundert Jahre lange war das Brennen von Teer ein wichtiger Wirtschaftszweig in Skjåk. Die Menschen brauchten den Teer zum Beispiel, um Holz zu imprägnieren. Teer war eine wichtige Ware, die für den Handel mit den Westlanden sorgte. Dort gab für Boote und Geräte einen enormen Bedarf an Teer. Wie also wurde Teer gemacht? Die Wurzeln von alten Kiefern enthalten Harz. Sie wurden getrochnet, von Borke befreit und zerhackt. Der Teerofen, in dem der Teer gebrannt werden sollte, wurde so aufgemauert, dass der Boden einen Trichter bildete. Der Boden wurde mit einem besonders dichten Lehm bedeckt, so dass der Teer in eine Holzrinne hinunterfliessen konnte, die in eine Sammeltonne führte. Das trockene Feuerholz wurde nach einem bestimmten Muster so aufgestapelt, dass es zum Schluss die Form einer Halbkugel hatte. Das Feuerholz wurde mit Torf bedeckt, damit nicht zu viel Luft hineinkommen konnte. Unten am Boden wurden im Torf Öffnungen gelassen, damit man den Meiler von dort aus anzünden konnte. Ein Teerofen soll nicht brennen sondern nur schwelen. Dabei entsteht eine hohe Temeratur, die dazu führt, dass sich der Teer ausscheidet. Normalerweise brauchte man drei Tage, um einen Teermeiler abzubrennen, und die ganze Zeit musste man Wache halten. Die Holzkohle war ein wichtiges Nebenprodukt und wurde als Schmiedekohle genutzt. Heutztage mimmt man sie als Grillkohle, wofür sie sich gut eignet.